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arnbruck und drachselsried

bräuche & traditionen.

Totenbretter

Bild1.jpgToten- und Gedenkbretter zählen, genau wie Weg- und Feldkreuze, Bildstöcke und Kreuzwege, zu Flurdenkmälern die in unserer Region noch heute zahlreich anzutreffen sind.

In früheren Zeiten wurden die Verstorbenen auf Brettern aufgebart. Nach der Beerdigung wurden diese beschriftet, verziert und als Totendenkmale aufgestellt. Weiter hieß es, dass die Seele des Verstorbenen erst Ruhe finden würden, wenn das Brett verfault ist!
War man dem Verstorbenen wohlgesonnen, sorgte man so, indem man schnell verrottende Holzsorten wählte, das Brett ungeschützt, Wind und Wetter preisgegeben aufstellte und auf schützende Farbanstriche verzichtete, ganz bewußt dafür, dass das Totenbrett möglichst bald zerfiel.

Heute werden die Bretter als einfache Gedenkbretter erhalten, um zum Gebet für den Toten aufzurufen und die Lebenden stets selbst an den Tod zu erinnern.
Aus diesem Grund erhalten die Bretter heute kleine Dächer und werden aufwendig verziert.

Viele dieser Brettln enthalten zusätzlich Sprüche, die auf die betreffende Person zu Lebzeiten passten, so wie beispielsweise:
"Hier ruht Theres Gschwendtner, sie wog zweieinhalb Zentner. Gott gebe ihr in der Ewigkeit nach ihrem Gwicht Glückseligkeit."

Spruch am Rachelbründl:
"Wandrer steh und bet für mich – ich glaub, wir brauchens, du und ich; zum Dank dafür tu ich dir kund – zum Rachel sind dreiviertel Stund."

Überregionale Bekanntheit hat die Totenbrettergruppe an der Liebfrauenkapelle in Arnbruck erreicht, denn sie zählt zu den Größten bzw. Längsten Totenbrettergruppen im gesamten Bayerischen Wald.